Beratung & Förderung

WORUM GEHT ES?

Der Green Club Guide gibt euch wichtige Tipps, wie ihr ressourcenschonend handeln und Energie sparen könnt. Natürlich kann hier nicht jedes individuelle Clubproblem gelöst werden. Deshalb gibt es Beratungsstellen, Initiativen und Förderprogramme, die euch in eurem Vorhaben, eure Location umweltfreundlicher zu gestalten, unterstützen können.

I. Clubtopia

II. ClubConsult GmbH

III. Clubförderprogramme der LiveKomm und Initiative Musik

IV. Lärmschutzförderung für Berliner Clubs

V. KfW-Förderung

VI. BAFA Kälte- und Klimaanlagen/ Heizen mit erneuerbaren Energien 2020

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

I. Clubtopia 

Ein nachhaltiger und klimafreundlicher Wandel in der Berliner Club- und Veranstaltungsszene ist möglich. Dafür engagiert sich Clubtopia, das Projekt des BUND Berlin e. V., des clubliebe e. V. und des Clubcommission Berlin e. V.

Clubtopia vernetzt Expert*innen der Nacht und Nachhaltigkeit, sowie engagierte Clubgänger*innen und informiert zum klimafreundlichen Handeln im Club- und Veranstaltungsbetrieb. Clubtopia unterstützt euch mit Innovationslaboren und Energieberatungen. Außerdem organisiert die Initiative Workshops und entwickelt gemeinsam mit Clubs und Veranstalter*innen einen Kodex für umweltfreundliches Verhalten im Clubbetrieb.

Die gemeinnützige Initiative Clubmob Berlin gehört ebenfalls der clubliebe-Familie an und ist bereits seit 2011 mit kostenlosen Energieberatungen und Clubmob-Partys aktiv. Frei nach dem Motto „Eine grüne Welt ist tanzbar!“ wird gefeiert bis zum Morgengrauen. Der Gewinn eines Clubmob-Abends geht dann in geringinvestive Maßnahmen, z. B. in den Austausch energiefressender Kühlgeräte.

Termine und Veranstaltungen von Clubtopia findet ihr hier.

II. ClubConsult GmbH – Beratung und Dienstleistungen 

Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen sind mit einer Menge Hürden konfrontiert: Anwohner*innen beschweren sich über zu laute Musik, grölende Partygäste oder über Fahrräder auf dem Gehweg. Ämter geben strenge Brandschutzauflagen vor, es kommen Fragen zu Baugenehmigungen und Genehmigungsverfahren auf. Die Soundanlage muss perfekt zu den Räumlichkeiten passen und korrekt eingepegelt sein. GEMA, Energie- und Lohnkosten lassen den Gewinn auf ein Minimum schrumpfen. Clubkulturschaffende müssen sich also nicht nur mit Musik und der Szene auskennen, sondern müssen Expert*innen auf vielen Gebieten werden. Dabei kann ClubConsult, die Beratungsagentur von Clubcommission Berlin e. V. helfen.

ClubConsult erarbeitet mithilfe erfahrener Expert*innen individuelle Lösungen zu Lärm- u. Akustikfragen, Brandschutz, Baumaßnahmanen und Kostenreduzierung. Die Beratungsagentur bietet außerdem individuelle Hilfestellung bei Gründungsvorhaben, sowie Rechts-, Finanzierungs- und Versicherungsfragen.

Guter Rat muss nicht teuer sein. In einem kostenlosen Erstgespräch werden bestehende oder aufkommende Problemsituationen analysiert und erste Lösungsschritte erarbeitet.

Um einen Termin zu vereinbaren, könnt ihr euch gerne mit Petra in Verbindung setzen: ps@clubconsult.de oder 030-67944079. Wer bereits Mitglied des Clubcommission Berlin e. V. ist, erhält einen Rabatt.

III. Clubförderprogramme der Livekomm und Initiative Musik

Die Kooperationspartner Live Musik Kommission e. V. (LiveKomm) und Initiative Musik, eine zentrale Förderplattform der Musikwirtschaft, entwickeln seit 2016 Förderprogramme für Live-Musikclubs. Um innovative Konzerterlebnisse bieten zu können, muss der Club sich den Neuerungen der digitalen Aufführungstechnik anpassen.

  1. Förderprogramm Digitalisierung der Aufführungstechnik

Diese Förderung unterstützt euch, wenn ihre eure Aufführungstechnik erstmals ins Digitale überführen wollt, eine wichtige Voraussetzung für die kreative Entwicklung und Performance eurer Künstler*innen. Die Digitalisierung ist nicht nur zeitgemäß und oftmals notwendig, sondern macht sich am Ende auch bei eurem Publikum bemerkbar.

Antragsberechtigt seid ihr unter folgenden Voraussetzungen:

  • Livemusikspielstätten mit einem festen Sitz in Deutschland
  • Seit mindestens 12 Monaten in Betrieb
  • Maximale Kapazität von 2.000 Personen
  • Mindestens 24 Livemusik-Veranstaltungen im Jahr

Dadurch könnt ihr euch u. a. digitale Monitor- und Hauptmischpulte, Lichtmischpulte und digitales Showlicht oder auch DJ-Set-Ups kofinanzieren lassen. (Quelle: Initiative Musik; Stand 05/2019)

Weitere Informationen zum Programm und zur Kofinanzierung findet ihr hier.

  1. Förderprogramm Technische Erneuerungs- und Sanierungsbedarfe

Dieses Programm unterstützt euch bei Anschaffungen in den Bereichen Bühnentechnik, visuelle Aufführungstechnik, sowie Sound- und Backlinetechnik. Diese tragen einen großen Teil zur Verbesserung der akustischen und auditiven Aufführungssituation bei.

Antragsberechtigt seid ihr unter folgenden Voraussetzungen:

  • Livemusikspielstätten mit einem festen Sitz in Deutschland
  • Seit mindestens 12 Monaten in Betrieb
  • Maximale Kapazität von 2.000 Personen
  • Mindestens 24 Livemusik-Veranstaltungen im Jahr
  • Treten in der Spielstätte nur DJs auf, so muss mehr als die Hälfte der Veranstaltungen durch “künstlerische DJs“, d. h. jemanden der Livemusik produziert, bestritten werden.

Neben der Aufführungstechnik kofinanziert das Programm auch Sanierungen, wie den Anstrich der Projektionswände, Durchbrüche für freie Blicke/Kameraführungen zur Bühne, Lichtanpassungen für Aufnahmen und Montage von Traversen- und Bühnenelementen für die Licht- und Tontechnik usw. (Quelle: Initiative Musik; Stand 11/2019)

Weitere Informationen und FAQ zum Förderprogramm findet ihr hier.

  1. LIVE 100 – Kleinkonzerte

Das Förderprogramm fördert Kleinkonzerte mit bis zu 100 Gästen. Damit könnt ihr Newcomer*innen und Nachwuchsmusiker*innen eine Bühne bieten und zur Musiklandschaft von morgen beitragen.

Clubbetreiber*innen können Förderung für bis zu 48 Kleinkonzerte beantragen. Für jede dieser Veranstaltungen gehen 100 € als Gagenanteil an die auftretenden Künstler*innen/Bands und 100 € an den Club.

Diese Kriterien machen eure Konzerte förderfähig:

  • Der Umsatz, der mit den Eintrittsgeldern generiert wird, darf eine Höhe von 1.500 € brutto nicht übersteigen
  • Der Eintrittspreis pro Person beträgt maximal 15 €
  • Die Besucher*innenzahl je Konzert beträgt maximal 100 Personen
  • Es spielen ein*e oder mehrere Künstler*innen live
  • Es werden überwiegend selbstkomponierte Werke gespielt
  • Die Künstler*innen erhalten eine Gage/Vergütung. Der Zuschuss über das Programm Live 100 zählt nicht als Gage
  • Die Konzerte werden bei der GEMA nach dem Tarif U-K gemeldet und abgerechnet
  • Auch Veranstaltungen mit künstlerischen DJs sind erlaubt

Konzerte ohne Eintritt:

  • Konzerte mit sogenannter „Hut-Kasse“ und eintrittsfreie Konzerte, die sich an die allgemeine Öffentlichkeit richten, können gefördert werden.

Antragsberechtigt seid ihr unter folgenden Voraussetzungen:

  • Livemusikspielstätten mit einem festen Sitz in Deutschland
  • Seit mindestens 12 Monaten in Betrieb
  • Maximale Kapazität von 2.000 Personen
  • Mindestens 24 Livemusik-Veranstaltungen im Jahr

(Quelle: Initiative Musik; Stand 02/2020)

Weitere Informationen und FAQ zum Förderprogramm findet ihr hier.

IV. Lärmschutzförderung für Berliner Clubs

Mit dem Förderprogramm „Lärmschutz Clubs“ möchte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Zusammenarbeit mit Clubcommission Berlin e. V. die Club- und Musikkulturszene unterstützen. Als entschärfende oder auch vermeidbare Konfliktlösung zwischen Clubs und Anwohner*innen bezuschusst das Programm lärmdämmende Maßnahmen mit einer Teilfinanzierung.

Gefördert werden dabei gewerblich betriebene Live-Musikspielstätten, die mindestens zwei Jahre alt sind und mindestens 24 Veranstaltungen jährlich nach dem UK-Tarif der GEMA abrechnen, bzw. 48 Veranstaltungen mit einem „künstlerischen DJ“ (eigene Kompositionen oder Klangbilder mittels Tonträger oder Musikstücken). Eine Personenkapazität von 1.500 Gästen darf dabei nicht überschritten werden.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren findet ihr hier.

V.    KfW-Förderung 

Nachhaltigkeit ist das oberste Ziel der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dazu bietet die Bankengruppe unterschiedliche Förderprogramme an. Um ihren Energieverbrauch zu senken, können unter anderem kleine und mittlere Unternehmen ihre Location durch vielfältige Kredite mit einem geringen effektiven Jahreszinssatz ökologisch aufrüsten lassen.

Die KfW-Bank handelt ohne Gewinninteresse und unterhält keine Filialen. Nicht alle KfW-Förderprodukte werden direkt über die KfW ausgeführt, sondern über externe KfW-Finanzierungspartner wie Geschäftsbanken, Genossenschaften, Bausparkassen oder Versicherungen.

Der Produktfinder der Themenkategorie „Energie & Umwelt“ schlägt folgende drei Förderkredite und drei Investitionszuschüsse vor:

  • Energieeffizient Sanieren (Kredit 151). Der Förderkredit für die komplette Sanierung oder einzelne energetische Maßnahmen.
  • Energieeffizient Sanieren – Ergänzung (Kredit 167). Der Ergänzungsförderkredit für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien.
  • Erneuerbare Energien – Standard (Kredit 270). Der Förderkredit für Strom und Wärme.
  • Energieeffizient Sanieren (Zuschuss 430). Der Investitionszuschuss für die komplette Sanierung oder einzelne energetische Maßnahmen.
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Baubegleitung (Zuschuss 431). Der Investitionszuschuss für die Planung und Baubegleitung durch einen Experten für Energieeffizienz.
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Brennstoffzelle (Zuschuss 433). Der Investitionszuschuss für innovative Energiegewinnung.

Hier könnt ihr einen Beratungstermin mit einem KfW-Finanzierungspartner per E-Mail oder per Telefon vereinbaren: kfw@glsmail.com, 0800-5399001 (Kostenfrei für Unternehmen) Montag bis Freitag 8-18 Uhr.

VI.     BAFA-Kälte- und Klimaanlagen/ Heizen mit erneuerbaren Energien 2020 

  1. Energieeffizienz: Kälte- und Klimaanlagen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bezuschusst unter anderem stationäre Kälte- und Klimaanlagen. Für die Bearbeitung der Anträge und Auszahlung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig.

Gefördert wird Kälte- und Klimatechnik, die mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben wird unter einer der folgenden Voraussetzungen:

  • Die Technik muss neu errichtet bzw. neu installiert werden.
  • Die Kälteerzeugungseinheit wird neu erstellt, das Kühlmittelsystem (Wasser-, Sole-, Luftverteilsystem) bleibt jedoch bestehen.

Bei diesen Anlagen werden zudem ergänzende Komponenten, wie Wärmepumpen oder Wärme- und Kältespeicher, gefördert, die den klimaschützenden Betrieb des Gesamtsystems zusätzlich verstärken.

Weitere Einzelheiten zu den Fördergegenständen und Förderhöhen findet ihr hier.

  1. Heizen mit erneuerbaren Energien 2020

Vom BAFA gefördert werden Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

“Die Höhe der Förderung wird als prozentualer Anteil der tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berechnet. Dabei werden auch die Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen zur Installation der neuen Anlage berücksichtigt.“

In Bestandsbauten, die ein mehr als zwei Jahre altes Heizungs- und Kühlsystem nutzen, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden folgende Anlagen gefördert:

  • Solarthermieanlagen
  • Biomasseanlagen
  • Effiziente Wärmepumpenanlagen
  • Hybridheizungen
  • „Renewable Ready” Gas-Brennwertheizungen
  • Austauschprämie für Ölheizungen

Eine Förderübersicht zum Heizen mit erneuerbaren Energien findet ihr hier.

Weiterführende Informationen, FAQ, die jeweiligen Fördervoraussetzungen und die Höhe der Kostenzuschüsse findet ihr hier.

Ihr habt Fragen und/oder Anregungen? Meldet Euch gerne per E-Mail bei uns: clubliebe e.V. hello@clubliebe-festival.org oder über das Kontaktformular.

Kontaktformular:

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    Oberlandstraße 26-35 • 12099 Berlin

    hello@clubliebe-festival.org

    www.clubtopia.de

    Clubcommission Berlin e.V.

    Brückenstr.1 • 10179Berlin

    beratung@clubcommission.de • +493027576699

    www.clubcommission.de